Trias
Schulverweigerung ist in Deutschland schon lange kein
Ausnahmephänomen mehr, wenn es auch immer noch oft ein Tabuthema darstellt. Laut
Statistik verlassen in Deutschland über 80 000 Schüler und Schülerinnen
jährlich die Schule ohne Abschluss, was die Zukunftsaussichten dieser
Jugendlichen in unserer heutigen Zeit enorm verschlechtert.
Das ESF-Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ hat es
sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche, die nicht mehr aktiv am
Schulgeschehen teilnehmen, wieder ins Regelschulsystem zu integrieren und
dadurch ihre Chance auf einen erfolgreichen Hauptschulabschluss zu
erhöhen.
Im Landkreis Böblingen wird dieses Programm durch die Stiftung Jugendhilfe: aktiv in Kooperation mit der Waldhaus GmbH und dem Verein für Jugendhilfe umgesetzt und ist durch den Namen TRIAS – „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ bekannt.
Als Hauptkooperationsschulen konnten für den
Bereich Böblingen Stadt und Ehningen die Theodor-Heuss und die Eichendorff –
Hauptschule gewonnen werden. An beiden Schulen wurde durch TRIAS jeweils eine
Trainingsklasse installiert, die es bei Bedarf ermöglicht, Kinder und
Jugendliche mit schulverweigernden Haltungen aufzufangen und sie in einem
geschützten Rahmen wieder an eine Reintegration ins Regelschulsystem
heranzuführen.
An wen wendet sich TRIAS?
Für Schüler und Schülerinnen, die mindestens 12 Jahre alt sind,
- eine Schule besuchen an denen mindestens ein
Hauptschulabschluss möglich ist,
- die Schule gar nicht mehr oder nur sehr unregelmäßig
besuchen,
- die durch häufige nicht zu erklärende Krankheitstage
auffallen
- die die Länge der Schultage selbst bestimmen oder
- die seit längerer Zeit nicht mehr aktiv am
Unterrichtsgeschehen teilnehmen und das Wort Hausaufgaben kaum kennen
Welche Ziele verfolgt TRIAS?
Schulische und soziale Reintegration
- Problemsituationen, die eine Gefährdung des
Hauptschulabschlusses nach sich ziehen, möglichst frühzeitig erkennen
- Den Schüler/ die Schülerin möglichst in der Regelklasse
halten - alternativ eine geeignete Schulform finden
- Den Schüler/ die Schülerin ein Jahr auf dem Weg zum
Hauptschulabschluss begleiten
- Zusammen mit den TRIAS-Koordinatoren und allen Beteiligten
ein individuelles ressourcenorientiertes Hilfsangebot entwickeln, das TRIAS
überflüssig macht
Auf- und Ausbau eines lokalen Netzwerkes, in dem sich
Synergien entwickeln
Kooperation mit unterschiedlichen Netzwerkpartnern wie
Jugendamt, Polizei, Schulen, Ärzten…
Wie arbeitet TRIAS?
- Regelmäßige Einzelgespräche
mit dem Schüler/ der Schülerin, in denen gemeinsam individuelle Förderpläne
aufgestellt werden
- Regelmäßige Elterngespräche
– Aktivierung und Stärkung der Familie
- Hausaufgabenbetreuung/
individuelle Lernbegleitung
- Enge Zusammenarbeit und
Vermittlung zwischen Familie, Schule und Jugendamt
- Begleitung in
Krisensituationen
- Mitwirkung an
Hilfeprozessen
- Aufstellung und Vermittlung
individueller Hilfeleistungen
- Präsenz der Koordinatoren
an den Schulen und Teilnahme am Unterricht
- Freizeitpädagogische
Angebote
- Beratungs- und
Bildungsarbeit mit Eltern und Lehrkräften
Mit TRIAS könnt ihr...

auf Bäume klettern... unter Wasser schweben.... oder in den Himmel wachsen.
Ihre Ansprechpartner
Andreas Lautenschlager (lautenschlager.andreas@jugendhilfe-aktiv.de)
TRIAS Koordinator für die Region Böblingen/Ehningen
Handy: 0162 – 28 49 280
Tanja Ensinger (ensinger.tanja@jugendhilfe-aktiv.de)
TRIAS Koordinator für die Region
Böblingen/Ehningen
Handy: 0162 – 28 49 282
Weitere Informationen erhalten sie unter www.zweite-chance.eu
